Donnerstag, 12. November 2015

Zur Krise von Vanion.eu

Der gute Patrick hat vor kurzem einen Spendenaufruf per Video gestartet. Lange, lange ists her, dass ich Artikel für diese Seite schrieb, zumindest gefühlt. Mein Abschluss kam mir dazwischen und ich habe mich dummerweise nicht mehr bei Patrick abgemeldet. Sicher nicht die beste Art sich zu verabschieden, aber so ist es nun mal gelaufen.



Vanion.eu und das muss gesagt werden, ist eine häufig abgerufene Institution, wenn es um World of Warcraft und andere MMOs geht. Seit Kurzem dreht die Seite sich wieder verstärkt um das Blizzard-MMO. Eine Webseite verschlingt im täglichen Betrieb viel Arbeit und die meiste Zeit geht davon in der Programmierung und dem Schreiben von Artikeln drauf. Ich merke es selbst, wenn ich hier einen kleinen Beitrag auf meinem Blog schreibe, denn allein daran sitzt man eine gute Stunde samt minimalistischer Korrektur meinerseits. So ist es nicht verwunderlich, dass sich in manchen Artikeln auf Vanion.eu Inhalt wieder findet, den man problemlos auf anderen Seiten lesen kann. Momentan versucht Vanion auch das Blizzcon-Coverage aufzuarbeiten und da der gute Herr mittlerweile sogar studiert, dürfte das noch ein wenig dauern. So bleiben Kolumnen auf der Strecke, einzigartige Artikel zu Klassenproblematiken sucht man vergebens und spezielle Spielerprobleme aus den Foren finden keine Berücksichtigung.

Als ich damals solche Artikel schreiben wollte, bin ich mehrfach auf Granit gestossen. Einerseits feiert die Community solche Artikel hin und wieder, aber meistens werden sie trotz Recherche gnadenlos niedergemacht. So ist es den Betreibern nicht übel zu nehmen, dass man sich irgendwann gesagt hat: "Na dann eben nur noch News."
Die Besucher, und das empfinde ich als Problem, wissen meist gar nicht, was sie lesen wollen, bis man sie mit der Nase selbst drauf stösst.

Vanion hat Finanzierungsprobleme und ruft mittlerweile zu Spenden via Patreon auf. Wie er allerdings von 400 Euro im Monat die Seite aufrecht erhalten will, ist mir schleierhaft. Die Seite braucht neue Schreiberlinge und zwar festangestellte. Zudem wird ein Finanzierungsmodell benötigt, das dauerhaft greift um Inhalte wie Klassenguides zu produzieren. Bei buffed klappt das derzeit deswegen ganz gut, weil der Computec-Verlag zwei Redaktionen zusammengeschmissen hat und diese täglich neue lesenswerte Artikel schreiben. Allen voran übrigens Nico Baletta, dessen Podcast-Mentalität man nicht mögen muss, aber dem ich trotzdem gern zuhöre. Vanion muss zu alter Größe zurückfinden. Ich würde es den Betreibern gönnen, aber dazu muss auf der Seite mehr passieren. Es ist ein ziemlich wackliges Schiff, auf dem Patrick da sitzt.


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