Samstag, 8. August 2015

Meine ersten Spiele

Mein Dasein als Gamer begann um die Wende im Jahr 1989 herum mit dem ersten Spiel namens "North vs. South", das ein Multiplattformer war. Ich habe es regelmäßig bei einem Freund gezockt, der, wie wohl jedes Kind damals, seinen Eltern immer angab, ich wäre für die Hausaufgaben vorbeigekommen. Die machten wir natürlich auch, aber eben nicht am C64. Stattdessen lief dort eben der amerikanische Bürgerkrieg über den Schirm, wohlweislich vom Vater gekauft, damit Sohnemann wenigstens was über Geschichte lernt.



Ab 1990 wanderte der Gameboy auf den Markt und brachte Freude auch in die deutschen Klassenzimmer sehr zum Verdruss der Lehrer, die fortan jeden Tag mit dem Gedudel von Tetris leben mussten. Bis zum Exzess spielte ich allerdings nur Super Mario Land. Es dauerte ein wenig bis ich einen eigenen besaß, aber irgendwann bildeten sich auch um meine Wenigkeit große Trauben an Mitschülern.

In Erinnerung habe ich bis heute Street Fighter II, dass mir das erste Gespräch über Gewalt mit meinem Vater eingebracht hat und meiner Mutter die Zornesröte ins Gesicht trieb, weil sie die Soundkulisse im Spiel hasste. Rückblickend habe ich für die Haltung meiner Eltern Verständnis, denn ich spielte unglaublich viel und war schon ein wenig süchtig gewesen.
Ein Spiel darf hier nicht unerwähnt bleiben, denn es war das erste, dass mich emotional wirklich bewegt hat: Secret of Mana, das in Japan Seiken Denetsu hieß und den zweiten Teil dieser Reihe darstellte. Da Seiken Denetsu in Europa jedoch unbekannt war, verkaufte man es als Secret of Mana. Mit Freunden loszuziehen (per Adapter) und diese virtuelle Welt zusammen zu erforschen, war in meinen Augen was ganz besonderes. Wenn man so will, war das für mich die erste Koop-Erfahrung.

Mit der ersten Playstation blieb ich dem RPG-Genre treu und versteifte mich auf einige wenige Titel. Das prägendste Spiel war hier Final Fantasy VII, dass mit seiner Grafik damals neue Maßstäbe setzte und dessen Gameplay-Ideen ihresgleichen suchten. Es galt eine riesige Welt zuerforschen und der Love-Story um das Dreiergespann Cloud, Aeris und Tifa zu folgen. Vom Protagonisten habe ich bis heute den Nachnamen behalten.



Zu guter Letzt sollen auch westliche RPGs nicht unerwähnt bleiben. Da wären zum einen Baldurs Gate II, dass mich tief in die Forgotten Realms- Reihe gezogen hat. Dann natürlich der erste Teil von Diablo, bei dem ich nach Rock'n'Roll Racing (damals noch Silicon & Synapse) zum zweiten Mal auf Blizzard aufmerksam wurde. Das erste Spiel, dass mich von der Grafik allein in den Bann gezogen hat, war wohl The Elder Scrolls: Morrowind gewesen. Stundenlang lief ich durch elend lange Gassen in riesigen nie endenden Städten, in den ich mich so oft hilflos verlaufen habe, dass ich das Spiel immer wieder zur Seite gelegt habe, um es dann aber doch wieder zu installieren.

 

Das war in aller Kürze mein Werdegang zum Lieblingshobby. Fragen und Kritik in die Kommentare, ansonsten wünsch ich angenehmes Zocken und schönes Wochenende.

Strifes.


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